Es gibt drei Oberkategorien von Schneidverfahren: thermisches, abtragendes und mechanisches Schneiden.

Jedoch ist nicht jedes Schneidverfahren ist für jede Aufgabenstellung ideal geeignet.


Laser-, Wasser- und Plasmaschneiden im Vergleich

Laser-, Wasser- oder sogar Plasmaschneiden? Viele Anwender stehen häufig vor dieser Frage, da die Vorteile dieser Trennmethoden je nach Anforderungen und Material angewendet werden. Diese Prozesse stehen jedoch nicht im Wettbewerb, sondern bilden in vielen Fertigungsprozessen eine sinnvolle Allianz.

Laser

Das Laserschneiden hat neue Anwendungen im Bereich der Blechbearbeitung eröffnet. Insbesondere im Dünnblechbereich führt aufgrund der hohen Schnittgeschwindigkeiten und der geringen thermischen Belastung kein Weg am Laserschneiden vorbei. Die Laserbearbeitung überzeugt durch nahezu rechteckige Schneiden und einem minimalen Schnittspalt mit erreichbaren Toleranzen von bis zu +/- 0,1 mm / m. Selbst eine nahezu unbegrenzte Materialvielfalt hat den Laser in vielen Bereichen zur Nummer eins unter den Schneidverfahren gemacht. Edelstahl bis 50 mm, Stahl bis 40 mm und Aluminium bis 20 mm können sicher geschnitten werden. Aber auch für andere Materialgruppen wie Holz, Kunststoff oder auch Papier werden Laser zur Bearbeitung eingesetzt. Nachteile des Laserschneidens sind eine verringerte Prozessstabilität bei reflektierenden Oberflächen, ein begrenzter Blechdickenbereich und umfangreiche Arbeitsschutzmaßnahmen.

Vorteile

  • Hohe Schnittgeschwindigkeiten
  • Optimale Gratfreiheit
  • Geringer Wärmeeinfluss
  • Perfekte Maßgenauigkeiten
  • Beste Materialausnutzung
  • Kurze Bearbeitungszeiten
  • Minimaler Schnittspalt
  • Große Materialvielfalt

Nachteile

  • Hohe Investitionskosten
  • Begrenzte Materialstärken
  • Umfangreicher Arbeitsschutz
  • Prozessinstabilität bei Spiegelungen

Wasser

Das Wasserstrahlschneiden ist eine effektive Alternative zu herkömmlichen Trennverfahren und für viele Anwender die optimale Schneidlösung. Vom Schaum bis zum harten Saphir, mit einem Hochdruckwasserstrahl von bis zu 6.200 bar erweichen selbst die härtesten Materialien wie Butter. Insbesondere bei wärmeempfindlichen Materialien führt kein Weg an diesem Kaltschnitt vorbei, da während des Verarbeitungsprozesses kein Wärmefluss auftritt und somit eine thermische Beeinflussung der Materialstruktur durch Wärme vermieden wird. Mit den neuesten technologischen Entwicklungen erreicht dieses innovative Verfahren ein neues Maß an Genauigkeit und Produktivität. Das Ergebnis ist eine deutlich verbesserte Qualität der Teiletoleranz und Winkelgenauigkeit. Durch das Mischen scharfkantiger Schleifmittel wie Sand oder Quarz kann die Wirkung des Wasserstrahlschneidens weiter gesteigert werden, weshalb auch sehr dickes Material geschnitten werden kann. Zum Beispiel kann Edelstahl bis zu 300 mm und Aluminium bis zu einer Dicke von 400 mm geschnitten werden.

Vorteile

  • Hohe Wirtschaftlichkeit
  • Hohe Präzision bis in den Mikrobereich
  • Keine thermische Belastung
  • Große Materialvielfalt
  • Sicherer für Anwender und die Umwelt
  • Optimalste Materialausnutzung
  • Geringe Schnittfugenbreite
  • Schneiden dickster Materialstärken
  • Hohe Präzision bis in den Mikrobereich
  • i.d.R. keine Nachbearbeitung notwendig

Nachteile

  • Hohe Investitionskosten
  • Hohe Betriebskosten
  • Große Korrosionsgefahr
  • Langsame Schnittgeschwindigkeit
  • Aufbereitung des Schneidwassers
  • Entsorgung der Abrasive

Plasma

Aufgrund der Entwicklung moderner Mehrgasbrenner hat das Plasmaschneiden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und ist eines der wirtschaftlichsten Trennverfahren, insbesondere für dicke CrNi-Bleche und im mittleren Stahlsektor. Die Schnittqualität im Dickenbereich von 15 mm bis 40 mm ist ähnlich wie beim Laserschneiden. Dieses thermische Trennverfahren überzeugt jedoch mit hohen Schnittgeschwindigkeiten, weshalb die Produktivität des Herstellungsprozesses deutlich gesteigert wird. Insbesondere bei der Herstellung von Bauteilen, die während der Weiterverarbeitung noch geschweißt, gedreht, gefräst oder weiterbearbeitet werden müssen, bietet das Plasmaschneiden umfangreiche Vorteile.

Vorteile

  • Schneiden aller leitfähigen Werkstoffe
  • Hohe Schnittgeschwindigkeit
  • Alternativlos im mittleren Stahlbereich
  • Schneiddicken bis zu 200 mm
  • Hohe Qualität in mittleren Stärken
  • Schneiden hochlegierter Stähle

Nachteile

  • Hohe Betriebskosten
  • Relativ breiter Schnittspalt
  • Meist großer Lärmpegel
  • Aufhärtung der Randzonen
  • Nachbearbeitungen immer erforderlich
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