Polylactid (PLA)

PLA (Polylactid) ist zweifellos eines der am häufigsten verwendeten 3D-Druckmaterialien, insbesondere im privaten Bereich. Bevor es verwendet werden kann, muss es zuerst geschmolzen werden. Während des Druckens wird das PLA-Granulat mit Hilfe eines Extruders als gleichmäßig dicker Strang extrudiert und im nächsten Schritt in dünnen Schichten auf die Druckoberfläche aufgetragen. Die meisten Anwender entscheiden sich für einen Filamentdurchmesser von 1,75 oder 2,85 mm, auch 3 mm sind im Bereich des Möglichen.

PLA-Material ist relativ leicht zu handhaben, riecht beim Schmelzen kaum und ist in der Regel auch unschädlich für die Umwelteigenschaften. Das hängt natürlich vom Hersteller ab. Da es sich bei PLA um einen auf Milchsäure basierenden Kunststoff handelt, wird der Rohstoff in seine natürlichen Bestandteile zurückgeführt, sobald er Umweltfaktoren ausgesetzt wird. Es ist jedoch ratsam, das nicht mehr benötigte Material oder die nicht mehr verwendeten Druckobjekte nicht mehr für die Sammlung von Wertstoffen zu verwenden.

Außerdem sind PLA-Filamente in einer Vielzahl von Farben sowie in speziellen Mischungen erhältlich sind. Mittlerweile gibt es sogar Hersteller, die dieses Material herstellen. Ein Vergleich von Preis und Qualität wird also empfohlen.

Polyethylenterephthalat (PETG)

PET ist wahrscheinlich ein Begriff, der mit Verpfändung oder Recycling von Flaschen in Verbindung gebracht wird. PETG steht für Polyethylenterephthalat und ist dank der oben genannten Recycling-Eigenschaften einer der beliebtesten Kunststoffe.

Nun fragen Sie sich vielleicht, wo der Unterschied zwischen PET und PETG liegt? Nun beschreibt das G in PET G die Eigenschaft, dass das Filament etwas klarer wird, wobei die Schuld das Glykol ist.

Hier sieht man vor allem folgende Vorteile gegenüber PLA: Es ist flexibler und langlebiger. Im Vergleich zu ABS: Einfach besser und einfacher zu drucken. PETG verbessert somit die negativen Eigenschaften der anderen Filamente.

In Bezug auf den Preis unterscheidet sich PETG von PLA, das etwas teurer ist als PLA, aber angesichts der oben genannten Punkte kann es für das eine oder andere akzeptiert werden.

Acrylonitrile Styrol Acrylate (ASA)

ASA zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Zähigkeit, Steifigkeit und Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung, Fette und Öle aus. Aufgrund seiner hohen Temperaturbeständigkeit – der Kunststoff ist bis 100 ° C einsetzbar – eignet er sich besonders für den Außenbereich: ASA behält über Jahre hinweg auch unter extremen Außenbedingungen seine ursprüngliche Farbe und vergilbt nicht.

​Polyvinylalkohol (PVA)

Polyvinylalkohol (Abkürzung PVA oder PVOH) ist ein thermoplastischer Kunststoff, der meist durch Verseifung (Hydrolyse) von Polyvinylacetat (PVAC) als weißes bis gelbliches Pulver hergestellt wird. PVA ist wasserlöslich und daher als Trägermaterial für den 3D-Druck gut geeignet.

​​Thermoplastische Elastomere (TPE)

Als Thermoplastische Elastomere (TPE) bezeichnet man Kunststoffe, die sehr flexibel und dennoch langlebig sind.

Je nach Zusammensetzung weisen die verschiedenen Elastomere auch unterschiedliche Eigenschaften auf. Die Einsatzgebiete sind daher sehr unterschiedlich. Von der Herstellung eines Sportschuhs bis hin zu Medizinprodukten ist alles möglich. Elastomere sind spezielle Kunststoffe. Sie verformen sich durch Last-, Zug- oder Druckkraft und kehren dann in ihren ursprünglichen Zustand zurück.

Auf dem 3D-Druckmarkt gibt es derzeit zwei weitere Varianten (TPU, TPC) zu kaufen.

Thermoplastisches Polyurethan (TPU) ist eine steifere Version des TPE.

Thermoplastisches Copolyester-Elastomer (TPC) ist eine spezielle Variante des TPE. Es zeichnet sich durch eine hohe Beständigkeit gegen Chemikalien, UV-Strahlen und Temperaturen aus.

Da Elastomere beim Erhitzen sehr klebrig und flexibel sind, ist das Drucken sehr anspruchsvoll. Je höher die Härte des Elastomers ist, desto leichter ist es zu verarbeiten.

Verklebter Gips

Dieses Material fühlt sich ähnlich an wie gewöhnlicher Gips oder Sandstein. Es wird auch Polymergips genannt, da es eine Polymerkomponente gibt, die die Verarbeitung erleichtert.

Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS)

Die Abkürzung ABS steht für Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere. Das Material wird nicht nur für den 3D-Druck verwendet, sondern allgemein in der Automobil-, Elektro- und Chemieindustrie, aber auch in anderen Bereichen. Aus diesem Kunststoff bestehen beispielsweise die bei Kindern sehr beliebten Legosteine.

ABS ist ein thermoplastisches Material, das bei einer Temperatur von 220 – 250 Grad schmilzt. Bei Hochtemperatur-ABS-Gemischen liegt die Schmelztemperatur noch höher. Die Herstellung des Materials ist im Vergleich zum PLA etwas aufwendiger. Dies liegt zum Teil daran, dass sich das Material beim schnellen Abkühlen stark verformt. Bei der Verarbeitung entsteht häufig der Geruch von verbranntem Kunststoff, weshalb auf ausreichende Belüftung geachtet werden muss. ABS-Filamente werden unter anderem aus Erdöl hergestellt und sind daher langlebiger und widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse als PLA. Die Hitzebeständigkeit des Materials wirkt sich besonders vorteilhaft aus, weshalb es auch in Bereichen eingesetzt werden kann, in denen PLA bereits schmelzen würde. Gleichzeitig ist ABS im Vergleich zu PLA weniger spröde und elastischer.

Während das Material ABS ursprünglich farblos ist, wird es jetzt in einer Vielzahl von Farben und natürlich in verschiedenen Stärken angeboten. 3D-Drucker, die mit ABS arbeiten, müssen über ein beheiztes Druckbett verfügen.

Es hat einen Marktanteil von 16% und ist damit das zweitbeliebteste auf dem Markt erhältliche 3D-Druckfilament.

ABS-Filament soll nach z.B. Sie sollten es im Gegensatz zu PLA sehr gut schleifen können. Das Hauptaugenmerk der mit ABS bedruckten Komponenten liegt auf ihrer hervorragenden Haltbarkeit und Temperaturbeständigkeit.

Gleichzeitig ist es aber auch schuld, dass man mit einer relativ hohen Drucktemperatur arbeiten muss, um einen erfolgreichen Druck zu erhalten.

Wenn Sie mit ABS-Filamenten arbeiten möchten, sollte sich Ihr 3D-Drucker immer in einem gut belüfteten Bereich befinden, damit keine Giftstoffe in Ihre Atemwege gelangen.

Vorsicht ist geboten bei ABS, wenn es abkühlt, hier passiert es, dass sich das ABS-Filament leicht verzieht.